(06.11.2012) An meinem Geburtstag waren es noch 200 Tage bis zum 80sten Jahrestag der Bücherverbrennung. Mein Ziel ist, dass spätestens am 10. Mai 2013 mein Roman rund um die Bücherverbrennung 1933 erscheint. Ich weiß, das ist mal wieder ein Ziel, das nicht so leicht zu realisieren ist. Aber wie heißt es so schön: „Geht nicht, gibt’s nicht“ und „Die Hoffnung stirbt zuletzt“. Ich gebe zu, in meinem Ordner schlummern schon einige Informationen zum E-Book-Selfpublishing und ich lese fleißig alle Blogs und Beiträgezum Thema bei Facebook.

Falls jemand zufällig jemanden kennt, der jemanden kennt, der einen Verlag hat, habe ich aber nichts gegen Tipps und Empfehlungen. In meinem Blog zum Thema unter www.buecherverbrennung.de gibt es schon jetzt immer mal wieder Infos zur Bücherverbrennung und zu meinem Roman. Den Titel verrate ich noch nicht, ein bisschen Spannung soll ja bleiben. Was ich aber verraten kann ist, dass der Roman im Münsterland und in Münster spielt. Ich habe Münster als Schauplatz der Bücherverbrennung gewählt, weil ich mich dort gut auskenne, schließlich habe ich ein paar Jahre dort gelebt – zu einer Zeit, als Studenten noch Bus und Fahrrad fuhren. Außerdem gehört Münster zu den wenigen Städten, in denen die „Aktion wider den undeutschen Geist“, zu der die Bücherverbrennung gehörte, vollständig durchgeführt wurde. Das bedeutete, dass nicht nur am 10. Mai Bücher verbrannt wurden, Anfang Mai stellte man bereits einen „Schandpfahl“ auf, an den Buchumschläge einiger Autoren genagelt wurden.

Ich bekomme schon wieder eine Gänsehaut, wenn ich daran denke. Bei der Recherche hat mich vor allem erstaunt und auch entsetzt, wie rasch es den Nationalsozialisten gelungen ist, die Menschen für sich zu vereinnahmen. Man darf ja nicht vergessen, die Bücherverbrennungen wurden von Studenten initiiert und organisiert und nur ganz wenige Unis haben sich der Aufforderung der Studentenschaft widersetzt.

Doch zurück zu meinem Roman ohne Titel. Es gibt noch einen Handlungsstrang, der in der heutigen Zeit spielt, weil mich seit meiner Jugend beschäftigt hat, welche tiefgreifenden Auswirkungen auf unser Land diese Zeit hatte. Diese Verbindung wollte ich durch die beiden Handlungsstränge deutlich machen.

Vielleicht sollte ich noch sagen, dass ich mich seit über zehn Jahren mit dem Thema beschäftige. Damals gab es im Internet genau eine Seite auf Deutsch, die über die Bücherverbrennung berichtet hat. Heute sieht das anders aus. Eine kleine Abhandlung über die Vorgänge habe ich vor einigen Jahren für die Seite shoa.de geschrieben, die nun hier zu erreichen ist: www.zukunft-braucht-erinnerung.de und viele Informationen über das Dritte Reich und seine Folgen bereithalten.