(18.01.2015) Vor einiger Zeit habe ich schon einmal zurückgeblickt in meiner Buchkindheit, damals ging es um Bücher, die mein Leben bestimmt haben. Heute nun habe ich entdeckt, dass Miri in ihrem Kinderbuchblog „Geschichtenwolke“ zu einer Blogparade über „Geliebte Kinderbuchschätze“ aufgerufen hat.

Die Vorbereitung für den Beitrag fällt mir deshalb leicht, weil im Flur ein Regal mit meinen liebsten Kinderbüchern steht. Und da stehen u. a. die Buchbesitze meiner Kindheit. Viele Bücher habe ich nicht besessen, aber in der Grundschulzeit vermutlich alle Bücher der Bücherei gelesen, bis auf „Momo“, doch die Geschichte habe ich schon erzählt, wer wissen möchte, warum ich das Buch erst als Jugendliche gelesen habe, kann das hier erfahren. Doch nun zu meinen Kinderbuchschätzen.

Meine Buchsammlung hat schon in meiner Kindergartenzeit mit Pixibüchern begonnen, die meine Mutter vorgelesen hat und von denen ich noch einige besitze. Die Gute-Nacht-Gedichte und „Der kleine Esel“, das ich heiß und innig geliebt habe, was man dem Buch auch ansieht. Neben den Pixibüchern hatte ich das eine oder andere Wunderbuch, aber die sind verschollen. Irgendwo allerdings muss noch „Miez, Maus und Muschi“ sein, das die Geschichte von drei Katzen beschreibt, die verloren gehen.

Die ersten beiden „richtigen“ Bücher habe ich bereits vor der Einschulung bekommen, zur Erstkommunion nämlich und die fand damals – zumindest in Borken – noch im Kindergartenalter statt. Unter den Geschenken waren die „Schönsten Kindermärchen“ von Hans Christian Andersen, das Buch war übrigens – sehe ich gerade – die Nachauflage eines Buches aus dem Jahr 1919! Als Kind war mir das gleichgültig, ich fand die Märchen toll wie ich ohnehin ein großer Märchenfan war, was sich bis heute gehalten hat und weshalb im Vordiplom „Märchen“ eines meiner Prüfungsthemen war, am Rande bemerkt.

Das zweite Buch, das ich zur Kommunion bekam, war „Rübezahl ist wieder da“ von Gerhard Kloss, an dessen Geschichte ich mich nicht mehr erinnere, aber das Cover würde ich überall sofort erkennen. Aber damit konnte ich, glaube ich, als Kind schon nicht viel anfangen, aber vielleicht täusche ich mich, weil es im Vergleich zu meinem absoluten Lieblingsbuch noch intakt ist.

Mein Lieblingsbuch in der ersten Klasse, auch das in Schreibschrift, war „Häschen Hoppels Abenteuer“ von Margot Hansen. Das sieht man dem Buch auch an, die Seiten liegen nur noch lose zwischen den Buchdeckeln, weil ich damit Lesen geübt habe – mit Erfolg, meine Lesenote war immer sehr gut, nur dem Buch hat mein Eifer geschadet.

Kurz nach meiner Einschulung bekam ich das erste Nachschlagewerk geschenkt, den „Kinderduden“, der ebenfalls ziemlich gebraucht aussieht, und den ich geliebt habt, weil ich es spannend, neue Wörter zu entdecken und meine Eltern und Lehrer damit zu überraschen.

Etwa zeitgleich habe ich den ersten Kinderroman bekommen. Die Klebestellen am Buchrücken sind ein Beweis dafür, dass ich „Ferienheim Seepferdchen“ mehr als einmal gelesen habe. Dass ich begeistert von dem Buch war, sieht man daran, dass ich eigene kleine Detektivgeschichten mit den Namen der Hauptfiguren Bim und Bam geschrieben habe.

Meine absoluten Kinderbuchschätze sind doch „Birgit“ von Kirsten Thesen und „Birgits schönster Sommer“ von Liselotte Koops, weil die Hauptfiguren meinen Namen trugen. Wie oft ich die Bücher gelesen habe, kann ich nicht sagen, auch die Geschichten kriege ich nicht mehr hin, aber sobald ich die Bücher in die Hand nehme, spüre ich die Kraft, die sie auf mich als Kind ausgeübt haben. Ein Grund, warum ich gerade für Kinderbücher die Namen immer so sorgfältig auswähle und versuche, Namen zu finden, die nicht ständig in Kinderbüchern vorkommen.

Und neben diesen Büchern gehörten die „Pucki-Bücher“ zu meiner Buchkindheit, allerdings habe ich sie nie als Bücher mit klassischem Rollenbild wahrgenommen, sondern habe das selbstbewusste Mädchen gesehen – ein Beispiel dafür, dass „Jeder sein Buch liest“. © Birgit Ebbert

15 Minuten für 15 für mich wichtige Autoren

Bücher, die das Leben bestimmen

Blogstöckchen über Bücher und Lesen