(12.08.2015) In Hagen jagen die Events einander geradezu. Wenn man sich nicht sofort hinsetzt und etwas über das eine schreibt, ist das nächste schon im Gange. Und mit dem Fotos durchsehen und sortieren komme ich sowieso nicht nach. Vermutlich werde ich irgendwann kurz vor dem Weihnachtsmarkt die versprochenen DVDs verschicken 🙂

Aber es wäre doch schade, wenn das Springefest einfach so blogbeitraglos bliebe. Hier muss ich nun zugeben, es war das erste Springefest, das ich so exzessiv besucht habe. Das Wetter war aber auch so passend, das Programm interessant und vor allem lagen auf dem Schreibtisch viele kleine Schreibprojekte, zwischen denen ich immer eine Pause machen musste. Da war ein kleiner Spaziergang zur Springe doch optimal, zumal ich so die Gelegenheit hatte, wieder viele neue Facetten von und Menschen aus Hagen kennenzulernen.

Stahlzart, Fassanstich & Best of Rock am Freitag

Der Freitag begann mit dem Auftritt von „Stahlzart“, Dirk Esser und Björn Nonnweiler sorgten mit ihren Songs dafür, dass die Leute eingestimmt wurden auf Sommer, Wochenende und Party. Was ihnen gut gelang, denn als Oberbürgermeister Erik O. Schulz kurz nach 20.00 Uhr zum Fassanstich antrat, war der Platz schon ziemlich voll – und als das Fass angeschlagen war, wurde es vor der Bühne richtig voll 🙂 Nebenbei bemerkt, habe ich mich anstecken lassen, mich spontan meiner westfälischen Wurzeln besonnen und auch einen Becher Bier erobert. Das erste Bier, das ich getrunken habe, seit ich in Hagen wohne, sonst trinke ich ja eher Wein, Cocktails oder 🙂 Eierpunsch! Aber es schmeckte gut, sodass ich gleich mal beim Bier geblieben bin an dem Abend, der ziemlich lang wurde, was vor allem daran lag, dass man ständig Leute traf und sich festquatschte. Erst kurz vor Mitternacht habe ich noch schnell ein paar Fotos gemacht – und am nächsten Tag auf den Fotos anderer Fotografen festgestellt, was ich von der Band Limited Edition Rock-Revue alles verpasst habe. Nächstes Jahr quatsche ich weniger 🙂

Pop-Rock & „Flieger, grüß mir die Sonne“ am Samstag

Am Samstag kam ich gerade passend zur Pause der „Demag-Bigband“, deswegen kann ich dazu nichts sagen. Ich bin gleich wieder an den Schreibtisch und habe leider ein Teil des Programms von „Lichtzeichen“ verpasst, mit deren Ankündigung „als neuer Stern am Hagener Pop-Rockhimmel“ die Veranstalter nicht zuviel versprochen haben, die vier haben eine so tolle Performance geboten, dass ich darüber nachdenken, meinen Geburtstagsabend bei ihrem Konzert in der Pelmke zu verbringen. Mal sehen. Bis dahin ist ja noch Zeit.

Den Rest des Abends wurden wir weiterhin super von der Jam Connection XXL Allstar Band unterhalten – ich habe natürlich wieder bis zum Ende ausgeharrt. Und das nicht nur deshalb, weil ich hatte läuten hören, dass Rolf Möller sich noch ans Schlagzeug setzen würde. Trotzdem wurde das zu einem Highlight des Festes, einerseits, weil der Auftritt einfach super war – ok, ich bin ein Fan von „Flieger, grüß mir die Sonne“. Aber es war auch deshalb besonders, weil ich da den Eindruck bekam, dass es doch so etwas wie Identifikation mit Hagen gibt, die Atmosphäre war fast ein bisschen so wie in Bochum im Ruhrstadion, wenn Herbert Grönemeyer „Bochum“ singt. Ich bin wirklich gespannt, wie es heute Abend sein wird, wenn „Extrabreit“ auf Emst spielt.

Kindertanz, Pole-Athletics & noch mal viel Musik am Sonntag

Über den Gottesdienst am Sonntag kann ich nichts sagen, ich habe mich erst wieder auf dem Platz eingefunden, als die ersten Tanzeinlagen präsentiert wurden – den letzten Auftritt der jungen Damen von der Tanzschule Andre Christ habe ich gerade noch mitbekommen. Neugierig war ich vor allem auf „Pole Athletics“ von M-Stage – beeindruckend, was die Jugendlichen da gezeigt haben. Ich könnte das nicht! Schön war aber auch die „Kinderdisco“, bei der gut 20 Kinder auf der Bühne mit Mona Stöcker tanzten. Während es dabei gelegentlich etwas chaotisch zuging, wirkten die kleinen und großen Cheerleaderinnen von Phoenix Hagen sehr professionell – ich überlege noch, ob ich die beiden kurzen Videos hier einstelle oder nicht. Mal sehen. Fotos habe ich nur wenige veröffentlicht, weil ich mit Kinder- und Jugendfotos immer sehr vorsichtig bin. Ein Gruß an die Kids und die Eltern, die verpasst haben zu fotografieren: Ich habe noch mehr Fotos, die ich euch gerne schicke.

Sonntag bin ich die Strecke Springe – Friedrich-Ebert-Platz ziemlich oft gegangen, weil ich unbedingt einen Auftrag abschließen musste. Deshalb habe ich den Anfang des Programms der „Substitutes“ verpasst. Blöd, aber ein wenig habe ich doch noch mitbekommen. Den Abschluss des Festes bildete die „Marius Müller Cover-Show „Pfefferminzprinz – kein Affentheater“, bei der die Musiker noch einmal für richtig Stimmung auf der Springe sorgten. Wie ich ohnehin begeistert war, wie toll das Publikum an allen drei Abenden mitgegangen ist.

Eine wunderbare Veranstaltung von 58//EVENT, der Hagen-Agentur, dem Hotel- und Gaststättenverband und dem Hagener Schaustellerverein e.V., der man anmerkte, dass sie von Menschen mit großem Engagement organisiert wurde. Für alle Nicht-Hagener und Hagener, die es vergessen haben: zum 17. Mal übrigens!

Oh je, fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass es nicht nur Musik und Aufführungen gab, sondern ebenso für das leibliche Wohl gesorgt war und auch die Kinder auf einer „Mini-Kirmes“ auf ihre Kosten kamen. Die Kinder? Im Kettenkarussell habe ich auch den einen oder anderen Erwachsenen gesehen – zumindest, als ich unten stand oder bei Ludwig Deinert im Kassenhäuschen gesessen habe. Über den Autodächern im Kettenkarussell waren zeitgleich mit mir nur Kinder 🙂 Nachdem ich zum Einstieg in das Fest seit langem wieder Bier getrunken hatte, bin ich zum Ausklang eine Runde Kettenkarussell gefahren, die letzte Fahrt ist auf jeden Fall länger her als das letzte Bier :-). Das war das Springefest, in den nächsten Tagen gibt es dann den Rückblick auf den „Muschelsalat 2015“, da habe ich deutlich weniger Fotos – jetzt noch, mal sehen, wie das heute Nacht aussieht 🙂 © Birgit Ebbert

Viele, viele bunte, größere Fotos in meinem FotoBlog

Und noch eine kleine Mini-Video-Kollektion 🙂

Das Kettenkarussell – da noch ohne mich

Rolf Möller am Schlagzeug