Schreibtrreff(22.05.2017) Nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht: Der Schreibtreff Helden & andere Geschichten geht weiter. Allerdings haben die jungen Autoren bei den letzten Treffen eifrig an ihren Geschichten zu den Fotos vom Besuch in der Ausstellung „Participate“ im Osthausmuseum geschrieben. Manche brauchten etwas länger, um eine Idee zu finden, andere haben schon direkt nach dem Museumsbesuch zu Hause begonnen. Aber alle werkeln noch daran, sodass ich bis jetzt dazu keine Ergebnisse vermelden kann, es werden tolle Geschichten, soviel kann ich verraten – einige Zeitreisen, aber auch Alltagsgeschichten.

Was die Schreibtreff-Teilnehmer ins Buch hineinzieht

Allerdings möchte ich, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur schreiben, sondern auch einen Eindruck davon gewinnen, wie Profi-Autoren arbeiten. Dafür habe ich sie beim vorletzten Treffen aufgefordert, jeweils wahllos Bücher aufzuschlagen und den ersten Satz zu lesen. Die Sätze, die sie so fesselten, dass sie das Buch weiterlesen wollten, sollten sie abschreiben. Ich war bei manchen Sätzen etwas überrascht und bin nicht sicher, ob der- oder diejenige die Aufgabe richtig verstanden hat 🙂 Aber: Ich bekam mit, dass sich manche Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch gleich die Bücher, die sie entdeckt haben, ausgeliehen haben. Ein schöner Nebeneffekt, oder?

Spannende Buchanfänge

Hier sind die Buchanfänge, die die Teilnehmer ausgewählt haben, ein Mädchen hat kurzerhand ihren eigenen „Buchanfang“ auf das Arbeitsblatt geschrieben 🙂 Den Satz habe ich hier allerdings weggelassen. Auf dem Anregungsblatt für das Treffen am letzten Samstag stand er natürlich. Da lautete die Aufgabe nämlich, zu einem der Anfänge eine kurze Geschichte zu schreiben und zwar so kurz, dass sie innerhalb der Workshop-Zeit fertig wird. Alle haben es geschafft und es sind tolle Geschichten entstanden, mal sehen, ob ich sie veröffentlichen kann. Hier sind erst einmal die Buchanfänge – ich hoffe, dass die Erwähnung hier unter das Zitierrecht fällt, man kann ja mit Urheberrecht nicht vorsichtig genug sein.

  • Es war einmal eine Zeit, in der waren Märchen richtig, richtig toll. (Rick Riordan Eine dunkle und grimmige Geschichte)
  • Als die Weihnachtsferien zu Ende waren, wäre Lukas am liebsten nicht zur Schule gegangen. (Harry Voß Der Schlunz und das letzte Geheimnis)
  • Mit leichtem Rucken und Poltern setzt die große Maschine auf. (Hermann Josef Frisch Felix reist zum Rest der Welt)
  • Vor nicht allzu langer Zeit verbreitete sich ein seltsames Phänomen auf der Erde, das jeder Erklärung trotzte und die Wissenschaftler vor Rätsel stellte. (Malcolm McNeill Der Wald der träumenden Geschichten)
  • Dag merkte, wie die Luft aus seinen Lungen gepresst wurde, als das Luftschiff plötzlich an Höhe verlor. (Michael Peinkofer Kampf der Könige)
  • Niemand war zu sehen. (Michael Koglin Bluttaufe)
  • Mein Name ist Wilfred Leland James, und dies ist mein Geständnis. (Stephen King Zwischen Nacht und Dunkel)
  • Ich bin der Schatten. Ich fliehe durch die trauernde Stadt. Durch das ewige Leid hindurch ergreife ich die Flucht. (Dan Brown Inferno)
  • Wetten, dieses Haus ist wieder die reinste Bruchbude? (Chris Columbus & Ned Vizzini House of Secrets Der Fluch des Denver)
  • Über dem Atlantik weckte sie die Stille. (Kai Meyer Arkadien erwacht)
  • Das Smiley stand in Flammen. (Kai Meyer Asche und Phönix)
  • Sie griff nach ihrem Handy und wollte Ranger Erhart anrufen, ließ es aber und steckte das Handy wieder ein. (Christopher Ross Allein am Stony Creek)
  • Ich krieg voll den Schock, weil mein Kleid fast ausschließlich aus Ausschnitt besteht. (Rachel Reneé Russell Dork Diaries Nikkis (nicht ganz so bezauberndes) Mädchen) (Ich hatte die Schrift falsch gelesen und geschrieben: Ich krieg voll den Schock, weil mein Kleid fast ausschließlich aus Aufschnitt besteht 🙂 – auf solch einen Anfang muss man erst mal kommen 🙂 )
  • Für alle auf der Welt, die mit mir für mehr Umweltschutz sind, hier das Rezept für Kaugummi-Knoblauch-Vanilleeis (Gerlis Zillgens Yolo Kaugummi-Knoblauch-Vanilleeis und eine Überraschung für zwei) – 1. Seite Seite 35???
  • Kennt ihr den Ausdruck „seine Träume wahr machen?“ (Linda Chapman Die Glückskeks-Bande Ein Löffelchen voller Geheimnisse)
  • Stellt euch ein Klo vor. (Rüdiger Bertram Coolman und ich. Ein Job für alle Fälle)
  • Wenn der Krümel spricht, haben die Krümel Pause“, hat unsere Lehrerin gerufen. (Rüdiger Bertram Mo und die Krümel Auf Klassenfahrt)
  • Der Gigant schnüffelte. (Fabian Lenk Dino Terra)
  • Ibrahim stieß ein wohliges „Ahh“ aus und ließ den Moment auf sich wirken. (Sarah Bosse Fünf Freunde 4)
  • „Du wurdest angeklagt der verabscheuungswürdigen Kunst der Hexerei und Zauberei.“ (Elizabeth Cody Kimmel Paranorman)
  • In der Stadt gibt es siebzehn Irrenhäuser. (Caitlin Kittredge The Iron Thorn)
  • Peggy Corbett beugte sich im Sattel nach vorn und tätschelte ihrem Wallach den Hals. (Christopher Ross Wilde Pferde in Gefahr)
  • Es begann an dem Tag, an dem sie verschwinden wollte. (Karolin Kolbe 17 Briefe oder der Tag, an dem ich verschwinden wollte)
  • Ich war zwei Jahre alt, als ich zu meinen Eltern kam und die einzige Erinnerung, die ich vor den Erinnerungen an sie habe, sind wie Träume. (Elizabeth George Whisper Island)
  • Sie fanden schon bald den nächsten Sklavenmarkt. (Anthony Horowitz Die fünf Tore)
  • Ich möchte lieber sterben, als die alle noch mal wieder zu sehen. (Kirsty McKay Untot – Lauf solange du noch kannst)
  • Ich hätte nicht hier sein sollen. (Emma Haughton Mein fremder Freund)
  • Er blieb ein paar Sekunden sitzen, bevor er die DVD herauszog und den Fernseher ausschaltete. (Monika Feth der Schattengänger)
  • Sie kamen früh am Morgen, um mich zu töten. (Keren David Die letzte Aussage)
  • Das erste Mal, dass Matt Coster das gefühl hatte, es gehe etwas Ungewöhnliches vor sich, war kurz vor den Weihnachtsferien. (Maxime Chatton Altera – Die Gemeinschaft der Drei)
  • September 1907. Heute Nacht wird etwas Entsetzliches geschehen. (Thomas Brezina Pia Princess)
  • Pazifik, mai 2014 „Skylak, hier ist Hyperion. Skylak, hört ihr uns? Over.“ (Katja Brandis Floaters – Im Sog des Meeres)
  • „Bitte, tu mir nichts!“, flehte der alte Mann. (Michael Borlik Scary City)
  • Carpan rannte um sein Leben. (Stuart Daly Animal Guardians)
  • Je länger ich allein in Onkel Hardys Schloss lebe, desto verschrobener werde ich – das meint zumindest meine Tochter. (Christian Loeffelbein Percy Pumkin)