(07.06.2015) Nachdem ich im Mai spontan einige Kinderbücher schreiben durfte, nimmt die Arbeit an meinem Buch Stadtgespräche aus Hagen wieder Fahrt auf. Das wird auch Zeit, Ende des Monats soll das Manuskript fertig sein und noch immer fehlen Textfreigaben, Fotos, einige Texte und sogar Antworten auf meine Anfragen. Das heißt, in den nächsten Wochen werde ich viel telefonieren und manche ursprünglich geplanten Gespräche ersetzen. Ich könnte ohnehin ein Buch mit hunderten interessanter Persönlichkeiten schreiben, meine Reserveliste ist also ziemlich lang. Doch davon wollte ich gar nicht berichten, sondern von den kleinen witzigen Erlebnissen und Assoziationen, die sich bei den Interviews, beim Schreiben und der Auswahl der Fotos ergeben.

So fragte zum Beispiel ein Interviewpartner, ob es eine schöne Zufahrtsstraße nach Hagen gäbe und ein anderer hat die Zufahrtstraße von der A 45 als seinen Lieblingsort genannt. Ich gebe zu, die A 46 bzw. die Heinitzstraße sieht im Frühsommer deutlich einladender aus als im Winter. Aber mal ehrlich, von einer Stadt, die zur Metropole Ruhr gehört, hätte mancher das nicht erwartet. Ich war überrascht, als ich von der stadtnächsten Brücke das Foto machte. Aber auch die anderen Orte werden sicher viele verblüffen. Ich wusste natürlich, dass Hagen einen hohen Grünbestand hat, aber dass die Ausblicke teilweise so atemberaubend sind, hätte ich nicht gedacht.

Und Gebäude habe ich bei der Recherche zu Stadtgespräche aus Hagen kennengelernt, von denen ich noch nie gehört hatte. Aber da bin ich nicht alleine, das habe ich auch festgestellt. Oft blieben Passanten stehen, wenn ich ein Haus fotografiert habe. Als ich ein Foto von der nebenstehenden Skulptur in Hohenlimburg machte, blieb ein Paar stehen. „Wir gehen hier fast jeden Tag her“, sagte die Frau, „aber wir haben das Ding noch nie wahrgenommen.“ Ob die Skulptur ins Buch passt, weiß ich noch nicht, aber ich hoffe , dass die Leser meines Buches ähnliche Aha-Erlebnisse haben werden wie die Frau.

Doch bis dahin ist noch viel zu tun. Unter anderem muss ich einen typischen Hagener Spruch finden. Und wie findet man den? Am besten, in dem man herumfragt. Das tue ich hiermit, falls also jemand einen Vorschlag hat, bitte gerne hier oder auch bei Facebook posten. Ich bin gespannt, ob es Vorschläge gibt und werde weiter berichten. Jetzt sichte ich erst einmal Fotos für das Buch Stadtgespräche aus Hagen! © Birgit Ebbert

Übersicht über die Orte zum Buch Stadtgespräche aus Hagen