The Golden Cage bei Nacht(09.08.2016) Derzeit wird in dem alten Kesselhaus auf dem Gelände der früheren Textilfabrik Elbers unter Hochdruck an einem goldenen Käfig, The Golden Cage, gearbeitet. Inzwischen eher im Goldenen Käfig, denn die ersten Probeläufe mit Gästen sollen bereits in der nächsten Woche stattfinden und in zehn Tagen geht es dann richtig los. Reservierungen sind sofort möglich für den Eröffnungstag, den 19. August, und Erlebnisabende darüber hinaus. Die Rede ist von dem neuen Hohoffs 800°-Steakrestaurant „The Golden Cage“, das in dem alten Kesselhaus eröffnet wird.

So sah The Golden Cage früher aus
So sah es noch vor einem Jahr aus!

Bis zum Sommer letzten Jahres stand dort, wo jetzt der Restaurationsbetrieb entsteht, noch ein Gebäude, dem die Fenster fehlten und das die Hagener Tauben als ihren Landsitz erkoren hatten. Dann kam das Ehepaar Hohoff, besichtigte das Gebäude und sah vor dem inneren Auge ein neues Restaurant, in dem man nicht einfach nur essen, sondern sich aus der Zeit fallen lassen kann.

Nun bin ich keine Restaurantkritikerin und beschäftige mich eigentlich eher mit Kunst und Kultur als mit neuen Unternehmen in Hagen. Aber wie mich im letzten Jahr die kulinarische Stadtführung in Essen als Idee fasziniert hat, so war ich hier neugierig darauf, wie man in und mit einem Restaurant „Geschichten erzählen“ kann. Stefanie und Michael Hohoffs, die mit „The Golden Cage nach Dortmund und Hamm “ ihr drittes Steakrestaurant eröffnen, sehen sich als „Geschichtenerzähler“, sie möchten ihre Gäste für einige Stunden aus der Zeit entführen und sie den Alltag vergessen lassen. Dazu dient ein ausgeklügeltes Konzept, das von der Reservierung bis zur Gestaltung des Speiseraums reicht.

Als ich hörte, dass das Restaurant „The Golden Cage“ heißen würde, habe ich mich als erstes gefragt, wie das Eingesperrtsein, das ich mit einem Käfig assoziiere, zu einem solchen Restaurant passt. Nachdem ich die Ansätze des goldenen Käfigs gesehen habe, dessen Art-Deco-Stil mich gleich begeistert hat, ahne ich, dass Besucher sich nicht eingesperrt fühlen sollen, sondern geschützt vor der Welt in einer luxuriösen Umgebung wie die Prinzen und Prinzessinnen im Märchen eben. Ich bin sehr gespannt, wie der Käfig aussehen wird, wenn er fertig ist.

Wenigstens ein Vorher-Nachher-Fotoset habe ich in meinem Archiv gefunden – das rechte Bild ist vom 19.08.2016:

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Ebenso neugierig bin ich auf „The Grand Central Bar“, die der legendären New Yorker Grand Central Station nachempfunden ist. Bei der Besichtigung war noch nicht viel zu sehen, aber mit ein wenig Fantasie konnte man sich vorstellen, wie die 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts hier wiederbelebt werden – mit passender Innenarchitektur, der Musik und den Drinks jener Zeit. Vielleicht werde ich dann doch wieder zur Bargängerin, seit meinem Wegzug aus Stuttgart fehlte mir da das richtige Ambiente. Ich träume ja noch immer von einer Location außerhalb meiner Wohnung, wo ich wie Erich Kästner schreiben kann. 🙂

Ich höre schon den einen oder anderen Hagener Nörgler, der findet, eine solche Gastronomie passe nicht zu Hagen. Ja, wenn man sich die Preisliste des Hohoffs 800° anschaut, ist das sicher kein Restaurant, in dem man jeden Tag zu Mittag essen kann. Aber so ist es auch nicht gedacht, sondern als Auszeit vom Alltag und da sucht sich eben jeder eine Form, die seinem Geschmack entspricht, der eine leistet sich vielleicht ein Sky-Abo, um die Bundesligaübertragungen zu sehen, und der andere reist gerne in interessantem Ambiente mit gutem Essen für einige Stunden aus der Zeit. Es ist doch schön, dass auch das in Hagen nun möglich sein wird und wenn dadurch der eine oder die andere von außerhalb den Weg nach Hagen findet, umso besser. Auf jeden Fall erhält das Elbersgelände, das ich ohnehin spannend finde, ein zusätzliches Highlight. Ich werde berichten, wie gegrillte Geschichten schmecken 🙂 © Birgit Ebbert

Weitere Informationen: Hohoffs800 in Hagen