(04.08.0215) Ich hab’s geschafft! Endlich habe ich den Kinder- und Jugendzirkus Quamboni erlebt und sogar noch eine Karte für die gestrige Premiere erobert. Es war so toll. Wer nicht dabei war, hat echt was verpasst und noch sieben Chancen, das Verpasste nachzuholen.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, zu erklären, weshalb ich so begeistert bin. Vielleicht kurz zur Erinnerung, ich habe hier schon ausführlicher beschrieben, wie die Aufführung zustande kommt. Der Kinder- und Jugendzirkus Quamboni ist ein Projekt der Evangelischen Jugend Hagen, seit fünf Jahren geleitet von Carsten Reichelt, der vor über 20 Jahren als 10-Jähriger selbst Teilnehmer des Projektes war. „Nach meiner ersten Premiere wollte ich irgendwann mal Zirkusdirektor werden“, erinnert er sich und hat es geschafft. Als Zirkuspädagoge managt er nun zusammen mit den ebenfalls unentbehrlichen Teamern das Jahr über den Zirkus.

In diesem Jahr wurden Akrobatik, Clownerien und Artistik in eine Geschichte eingebunden. „Tropica“ heißt das Programm, in dem sich drei Forscher im Dschungel auf die Suche nach einer seltenen Blume machen. Dabei erleben sie so einiges – vom Regentanz bis zu Zauberritualen und natürlich sind allerlei Tiere unterwegs, von den Artisten in witzigen und stimmigen Kostümen dargestellt. Mit großer Begeisterung über, ich hatte einen nicht besetzten Logenplatz erobert und konnte von da aus direkt in die Gesichter schauen.

Ja, was gab es zu sehen bei der Premiere von Tropica? Bis auf Tierdressuren alles, was man auch in anderen Zirkusmanegen erleben kann – sogar eine Flohdressur :-), die ich leider nicht im Bild festhalten konnte. Da wurde auf Kugeln, die ich höchstens zum Sitzen benutzen könnte, balanciert – teilweise zu zweit auf einer Kugel und auf einem Brett, das auf einer Röhre steht (Rola, heißt das, habe ich nebenbei gelernt). Brett? Teilweise sah das eher aus wie das Regal in meinem Arbeitszimmer! Es gab beeindruckende Jonglagen, allerlei Feuerartistik, Einradfahrten, atemberaubende Kunststücke am Trapez und Vertikalseil und vieles andere. Natürlich gab es auch Clownerien, damit das Publikum zwischendurch Atem holen konnte, denn manchmal konnte einem schon der Atem stocken, wenn sich vom Trapez oder am Vertikalseil plötzlich eine Artistin oder einen Artist herunterstürzte.

Kurzum: Eine gelungene Premiere von Tropica, selbst wenn gelegentlich mal eine „Zigarrendose“ herunterviel oder ein Teller vom Jonglierstab. Das gehört zu einer Premiere und zeigt, dass das Ganze echt ist und nicht aus der Konserve kommt. © Birgit Ebbert

Weitere Fotos von der Premiere in meinem FotoBlog

An folgenden Tagen ist das Programm noch zu sehen – und danach nie wieder, also nutzt die Gelegenheit!
4.8. 17.00 Uhr, 6.8. 15.00 + 19.30 Uhr, 8.8. 15.00 + 19.30 Uhr – 7.8. 17.00 Uhr Sondervorstellung „Panem et Circenses V“