(13.03.2020) Eigentlich wollte ich nur einen Satz bei Facebook posten: „Wenn wir die Zeit, die wir durch abgesagte Veranstaltungen gewinnen, dazu nutzen, Artikel und Kommentare, die wir bei Facebook posten, vorher zu überdenken, hätte der Corona-Virus sogar etwas Positives.“ Dann dachte ich, durch diese Polemik wird nichts besser und ich habe mich gefragt, wie sich die Situation positiv wenden könnte. Denn:

Positiv gedacht bedeuten abgesagte Termine gewonnene Zeit!

Die Zeit ist gerade nicht leicht und macht auch mir Sorgen, zumal ich als Freiberuflerin keinen Arbeitgeber habe, der meinen Lebensunterhalt sichert. Gerade trudeln die Absagen für die Veranstaltungen in diesem Monat ein, die ich richtig finde, aber trotzdem. Der Virus trifft mich zudem in einer Phase, in der ich ohnehin zweifle, ob ich im Leben immer die richtigen Entscheidungen getroffen habe. Deshalb hatte ich Anfang des Jahres entschieden, das Leben mehr von der positiven Warte zu sehen und positive Momente zu sammeln, um mich zu motivieren, erst einmal weiterzumachen und parallel nachzudenken, um eventuell etwas zu ändern. Mit diesem Gedanken im Kopf wird aus abgesagten Veranstaltungen gewonnene Zeit. Die werde ich auf jeden Fall nutzen, um Visionen zu entwickeln, wie mein Lebensweg weitergehen könnte.
Aber ich werde auch meine alten Manuskripte noch einmal lesen, was ich schon lange machen wollte, und ein Manuskript überarbeiten, da es mit leichten Änderungen gut in die Zeit passt. Ich werde meine Schränke aufräumen und Figuren falten, die ich schon lange falten wollte, Bücher sortieren und dabei noch einmal in Herzensbücher reinlesen. Geschichten helfen durch schwierige Zeiten!

Liste „Todo für die gewonnene Zeit“

Und ich möchte eine Liste erstellen, wie man die gewonnene Zeit positiv nutzen kann. Im letzten Jahr habe ich das Buch „Lists of Notes“ gelesen, davon bin ich noch immer fasziniert, das werde ich auch erneut lesen. Hier ist der Anfang der Liste, die im Laufe der nächsten Zeit erweitert wird – die Reihenfolge richtig sich danach, wie die Ideen eintrudeln. Ich habe die Kommentarfunktion abgestellt, weil ich mich vor Beleidigungen und Beschimpfungen schützen möchte, die ich bei anderen Beiträgen – vor allem rund um meine Recherchen zu Büchern in der NS-Zeit – bekommen habe. Die Ideen sammle ich bei Facebook und gerne auch per E-Mail an autorin@birgit-ebbert.de

  • Den Stapel der ungelesenen Bücher „abarbeiten“
  • Herzensbücher noch einmal lesen
  • Schränke aufräumen
  • Origami falten (Figuren falten, die ich schon lange falten wollte)
  • Briefe schreiben
  • Manuskripte erneut lesen und ggf. überarbeiten
  • In meinen Ideenbüchern blättern
  • Positive Gedanken bei Facebook posten
  • Mit der Strickliesel arbeiten
  • Zeichnen üben
  • Gitarre spielen
  • Im Internet surfen zu meinen Lieblingsthemen
  • Meine Fotos in Kisten und PC-Ordnern aufräumen
  • Musik hören
  • Listen schreiben
  • Konzepte für Bücher entwickeln
  • Ideen für Papierbilder umsetzen
  • Die Entwurfsordner in meinen Blogs aufräumen
  • Rezepte in ein hübsches Rezeptbuch abschreiben