(10.10.2014) Seit 30 Jahren fahre ich nun jedes Jahr zur Buchmesse nach Frankfurt und bin immer wieder fasziniert, dass ich stets neue Entdeckungen mache, auch auf der Buchmesse 2014. Dabei interessieren mich gar nicht so sehr die Prominenten, um die andere sich rangeln, sondern eher neue Verlage mit ausgefallenen Produkten.

Unter anderem bin ich auf den Verlag „Perlen-Reihe“ gestoßen, der kleinformatige Freizeitbücher anbietet, quasi Pixi- oder Reclam-Bücher rund um Spiel und vor allem Handarbeit. Die ersten Bücher gab es bereits 1950, einige davon durfte ich mir anschauen, Bild 1 von 2 Fotos, die ich mit meiner Notkamera gemacht habe.

Direkt nebenan fiel mir ein Verlag auf, von dem ich noch nie gehört hatte, obwohl mir ein Buch bekannt vorkam. Das Rätsel konnte Verleger Michael Steinbacher lösen. Im letzten Jahr war er mit eben diesem Buch „Das Nautilus-Projekt“ auf der Messe. Nicht mein Thema, deshalb bin ich im letzten Jahr daran vorbeigegangen. Dieses Mal lockte mich das Cover des Buches „Braune Orchideen“ und schon kam ich mit dessen Autor Andreas Schnabel, und dem Verleger ins Gespräch. Er hat sich vor zwei Jahren entschieden, einen Verlag zu gründen, weil er damals in Brasilien lebte und keine Zeit hatte, einen Verlag für sein Buch zu finden. Schon war er vom Buch-Virus infiziert und in diesem Jahr konnte er bereits sechs Bücher präsentieren. Sein Ziel sind 20 Titel auf der Messe 2015, ich bin gespannt, wie sich das Projekt entwickelt und werde im nächsten Jahr auf jeden Fall gezielt vorbeischauen.

Dieses Ziel der 20 Titel hat ein anderer Verleger, mit dem ich gesprochen habe, bereits erreicht. Der Verlag ist mir beim Rundgang durch die Buchmesse 2014 aufgefallen, weil er mehrere Bücher eines Autors im Programm hat, über dessen Name ist oft stolpere, wenn ich in einer Autorenliste meinen Namen suche: Martin Ebbertz. Er hat den Razamba Verlag vor fünf Jahren gegründet, als einige seine Bücher nicht mehr verlegt wurden, nachdem der Verlag verkauft wurde. Inzwischen haben auch andere Autorenkollegen mit ihren kurzen Geschichten und Gedichten für Kinder dort ein Zuhause gefunden haben.

Auf meiner Liste für das nächste Jahr steht auch wieder die Non-Book-Ecke in Halle 4.0 der Buchmesse 2014. Gestern bin ich eher zufällig dorthin geraten, sonst hätte ich diese witzige Entdeckung verpasst: die Edition Wannenbuch. Statt Enten, Autos und anderen Bildern, die man von Wannenbüchern für Kinder kennt, gibt es kurze Krimis und Lovestorys für ein 15-Minuten-Bad, auf Kunststoff, sodass man sich nicht über nasses Papier ärgern muss. Mein Motiv für Bild 2 von 2.

Ja, Bild 2 von 2. In diesem Jahr habe ich meine Kamera nicht mitgenommen und statt Fotos Postkarten gesammelt. Ich dachte allerdings nicht, dass ich soo viele finden würde, selbst wenn ich mein Stativ bis zum Anschlag ausfahre, passen sie nicht auf ein Foto. Hier ist erst einmal eine kleine Auswahl, der Rest folgt heute Abend – wie man sieht, braucht man mehr Ruhe, um die Karten nebeneinander zu legen, als ich gerade habe. Nachdem ich nämlich gestern so viele neue Ideen bekommen habe, muss ich zusehen, dass ich mit dem aktuellen Projekt fertig werde. © Birgit Ebbert

Links zu den erwähnten Verlagen
www.perlen-reihe.at
www.monogramm-verlag.de
www.razamba.de
www.wannenbuch.de

Und hier sind nun alle Postkarten-Fotos von der Buchmesse 2014