Keine Gänseblümchen sondern Punkte(12.08.2011) … und anderen Techniken, um Liebeschancen auszurechnen

In dem Roman, an dem ich gerade arbeite, geht es – auch – um Liebe, wie könnte es anders sein. Nun ist meine Hauptfigur ziemlich abgedreht und sie hat gerade Zeit, sich über Gott, die Welt und die Liebe Gedanken zu machen. Dabei fallen ihr die „Techniken“ wieder ein, mit denen sie als Teenager versucht hat, die Chancen auf ein Happyend mit ihrer großen Liebe herauszufinden.

Vom Mord an Gänseblümchen

Nun war es in ihrer Jugend in den 80er Jahren schon nicht mehr ganz in, Gänseblümchen ihre Blütenblätter einzeln auszureißen und dabei „er liebt mich, er liebt mich nicht“ zu skandieren. Aber wie haben Kids das in den 80er Jahren gemacht? Unter welchem Stichwort sucht man so etwas im Internet? War damals noch Pendeln in? Oder ging man nachts in den Wald, um irgendwelche Rituale zu vollziehen? Das sind die Fragen, die mich gerade beschäftigen. Wer mir also einen Tipp geben kann, nur her damit.

Fündig geworden bin ich schon in meinem Tagebuch. Ok, meine Jugend war nicht in den 80er Jahren, aber so manche „Technik“ passt gut in die heutige Zeit. Eine davon ist, die übereinstimmenden Buchstaben in den Namen zu zählen. Je mehr Buchstaben übereinstimmen, umso größer ist die Chance, dass aus den beiden etwas wird.

Tja, das hättet ihr gedacht, dass ich jetzt ein Beispiel aus meinem Tagebuch zitiere. Das lasse ich lieber, man sieht sich ja immer zweimal, spätestens auf dem nächsten Jahrgangstreffen oder Schuljubiläum. Da nehme ich doch lieber meine Detektivin Lena Lensing und lasse sie in Rainer Rensing verliebt sein. Da sieht man doch auf den ersten Blick, dass das klappen wird, oder? Bis auf die beiden L passen alle Buchstaben in Rainers Namen. Wenn das kein gutes Omen ist, vielleicht sollte ich ihr im nächsten Kurzkrimi einen neuen Freund spendieren. (Nach dieser Methode wird aus Svenja Lux und Per Korte eher kein Paar.)