(01.01.2018) Nun ist 2017 also vorbei und außer der Jahreszahl hat sich nichts geändert. Wie sollte es auch. Obwohl Neujahr für mich immer einen Zauber hatte, habe ich es nie geschafft, im alten Jahr alle Projekte abzuschließen. Aber noch nie lagen so viele spannende und anstrengende Projekte und Anfragen auf meinem Tisch wie am heutigen Neujahrstag. Vieles hat seinen Anfang 2017 genommen, daher ist der Blick nach vorn auch ein Blick zurück und der zurück auch der nach vorn.

LiteraturArt und PapierZen

2016 war für mich ein Jahr der Neuorientierung, aus dem einige Projekte hervorgegangen sind. Eines ist das Thema „Papierkunst“, das sich bei mir aufteilt in LiteraturArt, der Verbindung von Texten und Faltelementen, und PapierZen, der Verbindung von Papier und Entspannung. In beiden Bereichen hat sich so viel getan im letzten Jahr, was mir letztlich zeigt, dass das Thema für mich genau richtig war. Meine LiteraturArt durfte ich in drei Ausstellungen präsentieren, im Mai in Stuttgart, im Sommer in der Rathausgalerie Hagen und im November in der Kooperative K, außerdem gab es eine kleine Präsentation im Januar im Schaufenster der Buchhandlung am Rathaus.

Stuttgart2018 werde ich meine LiteraturArt auf jeden beim Planet Hagen präsentieren und an einem Tag der offenen Tür im Kunst- und Atelierhaus, eine weitere Ausstellung außerhalb Hagens ins im Gespräch, wenn jemand einen Tipp hat, dann gerne her damit. Ein wenig stolz bin ich auf meine Marke PapierZen, die 2017 eingetragen wurde. Im Oktober hatte ich den ersten VHS-Workshop zu dem Thema, der sehr gut angekommen ist, und 2017 habe ich das Buch zum Thema geschrieben, das im Februar 2018 im Lingen Verlag erscheinen wird. Es wird so schön! Im März kommt dann mein zweites Papier-Buch: „Origami super easy“ in der Edition Michael Fischer, auch das habe ich natürlich 2017 bereits geschrieben  und fotografiert. Ein Vertrag für ein weiteres Buch und eine weitere Anfrage rund um das Thema Papier liegen hier bereits J

Mordstouren – kriminalistische Stadtrundgänge

Ein weiteres Projekt, das ich im Rahmen meiner Neuorientierung entwickelt habe, sind die kriminalistischen Stadtrundgänge. Das ist eine Idee, die mich seit 25 Jahren beschäftigt und die ich 2017 zusammen mit dem Ardenku-Verlag endlich realisiert habe. Zehn Kurzkrimis führen die Leser über mehrere Stationen zur Lösung eines Falles, Adressen und Fotos der Ermittlungsorte sollen anregen, die Ermittlungen von Gerd Neubert und Anja Henke bei einem kleinen Spaziergang mit zu erleben. Hier soll es 2018 Lese-Spaziergänge geben, weil ein Ziel meiner Neuorientierung war, mehr öffentlich zu lesen und Events durchzuführen. Am Rande bemerkt, so kam es auch zu der Idee, zusammen mit Indra Janorschke und Dario Weberg am 10. Mai 2018 zum 85. Jahrestag der Bücherverbrennung ein Programm im Theater an der Volme zu gestalten.
Weitere Informationen: www.mordstouren.de

Schreibtreff in der Stadtbücherei Hagen

Schreibtrreff2017 ging außerdem ein Wunsch in Erfüllung, den ich schon sehr lange hatte – der Schreibtreff für Kinder, die gerne schreiben. Als Kind hätte ich mir einen solchen Treffpunkt gewünscht, bei dem ich andere junge Autoren und ihre Geschichten kennenlernen könnte. Ich habe der Stadtbücherei so lange damit in den Ohren gelegen, bis sich die Chance ergab, das Projekt im Rahmen von Schreibland NRW zu realisieren. Das Projekt wird in der ersten Hälfte des neuen Jahres weitergeführt, danach wird man sehen, wie es weitergeht. Ideen haben wir schon. Außerdem sind für zwei Schreibprojekte in Hagen Anträge gestellt, da wären gedrückte Daumen ganz hilfreich 🙂

Und dann waren da noch ein paar Bücher 🙂

Ich gebe zu, dass ich selbst nachschauen musste, welche Bücher 2017 erschienen sind und welche ich geschrieben habe. Gerade in der Reihe der Geschichten für die Arbeit mit Senioren habe ich den Überblick verloren. Auf jeden Fall habe ich die Adventsgeschichten 2017 geschrieben, die im Oktober erschienen sind. Schon vorher kamen die Liedergeschichten und Reimgeschichten auf den Markt. Fertig und schon angekündigt sind für 2018 Sinnspruchgeschichten und Sinnesgeschichten, die habe ich gerade auf der Seite vom Verlag an der Ruhr entdeckt. Außerdem erschienen bei Don Bosco das Buch „Die 50 besten Klassenzimmerspiele“, bei Finken „Spannende Leserätsel“ und bei Lingen ein neues Leo Lausemaus-Lernheft zum Schulstart, das nächste ist bereits fertig und kommt wie auch die nächsten Leserätsel bei Finken 2018. Für 2018 gibt es bereits Aufträge für neue Bücher und Projekte, die teilweise erst 2019 publiziert werden.

Ein Fazit zu 2017 – anstrengend, aber schön und inspirierend

Ich gebe zu, die letzten drei Monate, in denen ich viel Zeit auf der Autobahn nach Borken und mit familiären Fragen verbracht habe, haben den Blick auf das Jahr verstellt. Da war es gut, dass ich das Jahr habe Revue passieren lassen. Dabei habe ich nur die beruflichen Projekte betrachtet, wenn sich bei einer freien Autorin Beruf und Freizeit überhaupt trennen lassen. Es hat sich so viel getan wie in keinem Jahr meiner Selbstständigkeit vorher. Noch nie habe ich so viele neue Auftraggeber und Verlage gewonnen und noch nie hatte ich beim Jahreswechsel so viele spannende Projekte auf dem Tisch. Aber auch insgesamt deuteten sich noch nie so viele Veränderungen für das neue Jahr an wie heute. Der Verkauf meines Elternhauses, der in den nächsten Wochen ansteht, ist eine davon. Über die andere werde ich berichten, wenn sie spruchreif ist. Das neue Jahr wird auf jeden Fall spannend und schön und ich hoffe, dass zu den schönen Dingen wieder die vielen Begegnungen mit sympathischen, klugen, inspirierenden und liebenswerten Menschen gehören, die mich auch 2017 begleitet und unterstützt haben. Euch und allen ein „glückseligs Niewjohr“, wie man in Borken sagt. © Birgit Ebbert

Auf jeden Fall weitergeführt wird mein Projekt „365 Papersquares„, für das ich jeden Tag ein Quadrat falte und mit einem Inhalt fülle. Bild rechts zeigt die ersten 64 Quadrate!