Auftragsgeschichten(16.11.2017) Mein Kopf, einige Ordner und mein PC sind voller Ideen für Geschichten, wenn ich Zeit hätte, könnte ich rund um die Uhr schreiben. Trotzdem oder gerade deshalb schreibe ich gerne Geschichten im Auftrag von Unternehmen, Agenturen, Verlagen oder auch Einzelpersonen. Ich liebe diese Herausforderung, ein Thema oder die Idee eines anderen in eine Geschichte umzusetzen.

In den letzten Jahren hatte ich einige wunderbare Projekte, einige davon als Ghostwriterin, die ich hier nicht vorstellen darf. Aber auch so vermitteln die Beispiele einen Eindruck von der Bandbreite, denke ich.

Auftragsgeschichten für Kinder

FmutmachkidzAngstür die Online-Apotheke VfG habe ich acht Geschichten rund um deren Leitfigur „Bodo Schlaubär“ entwickelt. Die Storys für Kinder von vier bis acht Jahren wurden von Andrea Dölling illustriert und als Bücher im Pixibuch-Format veröffentlicht.

Für ein kleines Unternehmen aus dem Ruhrgebiet habe ich die „MutMachKidz“ entwickelt, sowohl die Charaktere als auch das Setting und die ersten beiden Aktiv-Bilderbücher stammen von mir. Das hat mir besonders gefallen, dass die kleinen Leserinnen und Leser einen Teil der Bilder aus- oder weitermalen oder dort verschiedene Malaufgaben lösen konnten. Für das zweite Heft „Nachts im Zoo“ habe ich außerdem einen Mut-Mach-Song auf eine rechtefreie Melodie geschrieben, sodass Eltern, Kinder und Pädagogen das Lied schnell lernen und singen können.

Krimis zum Mitraten & andere Rätselgeschichten

RätselgeschichtenIn dem Anzeigenmagazins Der Wetteraner sind bis Ende letzten Jahres fast 50 Wetter-Krimis aus meiner Feder erschienen. Die Figur des pensionierten Pfarrers habe ich speziell für die Reihe konzipiert, er ist in Wetter unterwegs, stolpert dabei über Leichen oder Kriminalfälle und hilft bei deren Lösung. Die besondere Herausforderung dabei ist, in 1.650 Zeichen eine Story mit Täter, Verdächtigen und Motiv unterzubringen und einen Bezug zu einem Ort oder einer Veranstaltung in Wetter zu schaffen. Aber gerade dies macht die Aufgabe auch spannend und ich würde mich freuen, wenn ich weitere Auftraggeber für solche Projekte finden könnte.

Einige Rätselkrimis habe ich auch für das Buch „Rätselgeschichten“ verfasst, das im Verlag an der Ruhr erscheint. Da gibt es außerdem Rätselgedichte und Wissensrätselgeschichten, die bei mir auch gleich die Idee für ein neues Projekt angestoßen haben. Mal sehen, was daraus wird 🙂

Erinnerungsgeschichten

Eigentlich sind es „Vorlesegeschichten für Menschen mit Demenz“, die ich für den Verlag an der Ruhr schreibe. Aber ich finde, die kurzen Geschichten über Ereignisse und Erfahrungen in den 40er- bis 60er-Jahren versetzen alle Leser oder Zuhörer in die Erinnerung, deshalb laufen sie bei mir unter dem Ttiel „Erinnerungsgeschichten“ und da möchte ich unbedingt noch mehr schreiben. Ich habe das Glück, dass gerade mein Vater immer sehr viel aus seiner Kindheit und Jugend erzählt hat und da er auf Wanderschaft war und als junger Malergeselle viele Reisen unternommen hat, fanden sich in den Erzählungen viele Informationen über Bräuche in anderen Landstrichen. Außerdem habe ich als gebürtige Münsterländering im Rheinland und in Schwaben gelebt, einige Zeit im Schwarzwald verbracht, eineinhalb Jahre bei einem ostdeutschen Unternehmen gearbeitet und lebe heute im Ruhrgebiet. Was ich da erlebt und vor allem erfahren und gehört habe, reicht für hunderte Geschichten mit Erinnerungswert. Als Buch sind bisher erschienen „Leibgerichte“, „Spiele der Kindheit“ und „Unvergessene Sportidole“. Nebenbei bemerkt: Ich helfe auch anderen Menschen gerne dabei, Erinnerungen aufzuschreiben, weil ich finde, dass persönliche Erlebnisse Splitter der Menschheitsgeschichte sind.

Kurzkrimis

Meine ersten Kurzkrimis habe ich für Wettbewerbe geschrieben, die erste Mordsstory im Auftrag war über die Isenburg in Hattingen. Diese Verbindung von historischen Fakten und fiktiver Geschichte hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich daraufhin dem Gmeiner Verlag das Konzept für die Krimisammlung „Wer mordet schon im Ruhrgebiet?“ angeboten habe. Nachdem ich den Auftrag bekommen habe, bin ich durchs Ruhrgebiet gefahren, habe Gespräche geführt, Locations besichtigt und viel recherchiert, um am Ende neben dem Hattingen-Krimi 10 Krimis zu schreiben und insgesamt 125 Freizeittipps zu formulieren. Bei der Arbeit an dem Buch entstand die Idee, die Krimis zusätzlich mit Fotos von den Ermittler-Stationen zu versehen. Diese Idee habe ich jetzt gerade mit dem Ardenku Verlag realisiert, Mordstouren heißt das Buch, das ab nächste Woche erhältlich ist, am 21.11. gibt es eine Buchpremiere in der Kooperative K und am 25.11. eine Buchvorstellung bei Thalia. Wer also für ein Jubiläum oder aus anderen Anlässen seinen individuellen Location-Krimi haben möchte, darf sich gerne melden. Ich hätte da noch das eine oder andere Mordmotiv im Köcher 🙂

Das einige Beispiele für Auftragsgeschichten aus meinem Arbeitsalltag, darüber hinaus finden sich Geschichten in Lernhilfen, z. B. über die Scout-Leitfiguren in der Lernampel „Lesen & Verstehen“ und gibt es Geschichten, die ich als Ghostwriterin geschrieben habe, auch da kann man mich engagieren. Manchmal klappt das sogar kurzfristig, so entstand der Kontakt zu einer Agentur an einem Freitagnachmittag, nachdem eine andere Autorin abgesprungen war. Am Montag war mein erster Geschichtenentwurf fertig und seither sind viele weitere Geschichten entstanden. Je größer die Herausforderung, umso mehr freut sich mein Kopf 🙂 © Birgit Ebbert