(23.11.2011) In den letzten Monaten habe ich viel geschrieben und viele Ideen verarbeitet, hier im Blog ist nichts davon gelandet, weil das meiste Auftragsarbeiten waren und das Geheimnis erst gelüftet wird, wenn das Buch veröffentlicht ist oder zumindest die Ankündigung im Internet steht.

So ist es übrigens mit dem Kinderbuch, das ich bei meinem Mini-Urlaub auf Baltrum im Mai geschrieben habe. Am Wochenende habe ich gesehen, dass es schon bei Amazon angekündigt wird und deswegen darf ich nun verraten, dass es „Ben gefangen im Watt“ heißen wird und – welch eine Überraschung – an der Nordsee spielen wird. (Übrigens sogar auf Baltrum, sobald das Buch erschienen ist, werde ich mit Fotos dokumentieren können, dass es einige der Orte wirklich gibt.)

Die Idee zu dem Buch habe ich gesucht, während es mir sonst wie vielen anderen Autoren geht, dass mich Ideen einfach so anspringen, manche verfolgen mich sogar und ich muss etwas dazu schreiben, sonst lassen sie mich nicht in Ruhe.

Bei „Ben gefangen im Watt“ hieß der Auftrag, eine spannende Kindergeschichte zu schreiben, in der es um Freundschaft geht. Also habe ich mir verschiedene Szenarien überlegt, wo Freundschaften wichtig sind und wie man Freundschaften findet. Mehr verrate ich natürlich noch nicht, höchstens, dass Ben mit seiner Mutter aus Bayern auf eine Nordsee-Insel zieht, weil seine Mutter sich in einen Hotelbesitzer verliebt hat.

Bei dem Kinderbuch über Mieke, das im nächsten Herbst erscheinen wird, war es ganz anders. Da saß ich gemütlich in einem Hotel beim Frühstück, las ein Buch – und auf einmal sprang mich die Idee an. Sie zerrte an mir wie ein Hund am Hosenbein eines Briefträgers und ließ mich nicht los. Zum Glück hatte ich Stift und Notizbuch dabei und habe gleich das erste Kapitel in meiner schlechtesten Schrift geschrieben.

Den meisten Autoren geht es ähnlich wie mir mit Mieke, sie gehen spazieren, sitzen im Bus, spülen Geschirr, starren aus dem Fenster, hören Geschichten und auf einmal ist sie da die Idee für die nächste Geschichte oder sogar den nächsten Roman.

Ich habe deswegen im Auto immer ein Diktiergerät bei mir, denn da kommen mir die verrücktesten Ideen – ein Autofahrermord fehlt bisher trotzdem noch 🙂

Die Idee zu dem Lernbuch, an dem ich gerade schreibe, hatte ich übrigens in einer Buchhandlung – ich war schon auf dem Weg hinaus, sah aus den Augenwinkeln ein Buch und fragte mich, ob es aus der Reihe schon ein Lernbuch gibt. Recherche, Anfrage beim Verlag und juhu, ich darf das Buch schreiben. Und genau das werde ich nun wieder machen.