ZwischenweltenEs ist der alte Kampf zwischen Gut und Böse, den die Hagenerin Melanie Bock in ihrem Grusical Zwischenwelten mit Sängern, Tänzern und Feuerspuckern gestern Abend in der Stadthalle Bochum-Wattenscheid auf die Bühne gebracht hat.

Die Geschichte der Zwischenwelten

Wer kennt das nicht, dass in ihm Für und Wider, Gut und Böse streiten, dass wir verführt werden, etwas zu tun, das wir eigentlich nicht gutheißen. Ähnlich geht es der Traumhexe, die aus Neugier oder auf der Suche nach einem Kick dem Meister der Zwischenwelten den Schlüssel zum Tor der Dunkelheit entwendet. Nicht ahnend, dass sie mit dem Tor zur Dunkelheit die Büchse der Pandora öffnet. Sofort versuchen die Wesen der Dunkelheit, sich die Traumwelt zu eigen zu machen. Ein gefährlicher Kampf, den die Göttin des Schicksals beobachtet.

Die Umsetzung auf der Bühne

Wer mich kennt, weiß, dass eine Inszenierung mich schon dann für sich gewinnt, wenn sie mit Licht arbeitet und wenn dann noch Feuerkünstler zu sehen sind, fällt es mir schwer, objektiv zu bleiben. Aber es war wirklich eine gelungene Aufführung, ich habe nicht bemerkt, wie die Zeit verflogen ist und war überrascht, als sich das Ende – das ich natürlich nicht verrate – plötzlich abzeichnete. Die Darsteller, fast alle Laien, haben ihre Rollen als Gute und Böse überzeugend dargestellt, lieblich und freundlich auch in den Kostümen die Guten, unheimlich und gruselig die Bösen. Leider habe ich im Flyer nicht die Namen der Darsteller gefunden, vielleicht kann mir die noch jemand nachreichen, damit ich sie ergänze. Das geheimnisvoll wirkende Bühnenbild wurde durch gezielten Einsatz von Licht immer wieder anders in Szene gesetzt und die Feuerdarbietungen waren geschickt in die Geschichte eingebunden. Einzig die Rolle des Narrs wurde mir nicht immer ganz deutlich, aber das lag vielleicht auch daran, dass ich zuviel fotografiert habe J

Das Who’s Who des Grusicals

Ich habe von Zwischenwelten nur durch Facebook und persönliche Kontakte erfahren und dabei festgestellt, wie klein die echte Welt ist. Plötzlich begegnete mir ihr Projekt überall, es stellte sich heraus, dass Siggi Bemm im Woodhouse Studio die CD zum Stück produzierte, KAH-Künstler Uwe Lex schon vor Jahren das Bühnenbild entworfen hat, Marga Maske und Stoffträume-Besitzerin Silke Hank für die Kostüme zuständig waren und Mona Stöcker von MStage die Spinnenfrau spielte und Mitglieder ihrer Tanzschule unter den Tänzerinnen waren.

Ein Grusical mit Geschichte

Zwischenwelten ist kein neues Stück, es wurde erstmals vor über zehn Jahren aufgeführt und schlummerte seither in der Schublade. Verschiedene Anläufe, es in Hagen, wo es entstanden ist, erneut aufzuführen, scheiterten, mal wurde plötzlich gebaut, wo die „Zwischenwelt“ aufgebaut werden sollte, dann fehlte dem Veranstalter auf einmal das Budget. Nachdem die guten und bösen Geister sich nun wieder gefunden haben, wäre es zu wünschen, dass sich auch in Hagen oder andernorts Spielstätten finden, an denen sie wirken können. Meine Daumen sind gedrückt!

Kontakt und weitere Informationen: www.zwischenwelten-grusical.de

Weitere Fotos von der Aufführung in Wattenscheid in meinem FotoBlog