(11.06.2020) Gestern hatte ich einen Termin in Boele und dachte mir, auf dem Rückweg könnte ich doch mal einen neuen Wald in Hagen erkunden. Dann sollte ich den Fleyer Wald, lautete der Vorschlag meiner Gesprächspartnerinnen, das passte gut, weil ich den ohnehin endlich kennenlernen wollte. Ich solle einfach dem Abzweige-Schild von der Feithstraße Richtung „Fley“ folgen, dann würde ich den Wald schon finden. Das habe ich gemacht, bin auch an Bäumen vorbeigefahren, allerdings fand ich weder einen ausgeschilderten Parkplatz noch ein Hinweisschild auf einen Wanderweg oder so. Immerhin habe ich bei der Suche erfahren, dass es einen neuen Kreisverkehr gibt, ist ja auch gut zu wissen 🙂 und habe den genutzt, um Richtung Hohenleye zu fahren und wieder auf die Feithstraße zu kommen. Als der Parkplatz „Waldfriedhof Loxbaum“ in Sicht kam, bin ich spontan abgebogen, um mein Auto dort zu parken.

Der Wald beim Waldfriedhof oder Friedwald?

Als erstes bin ich in den nächstgelegenen Wald gegangen, wo ich gleich von einem Baum beäugt wurde und ein Baumschmuck meine Aufmerksamkeit erregte. Der Stein vor dem Apfel-Vogelhaus hat mich etwas irritiert. War ich in einem Friedwald gelandet? Auf der Internetseite über den Waldfriedhof finde ich keine Information darüber. Irgendwann entdeckte ich dann den Zaun und dahinter Grabsteine, ich war also in einem Waldstück neben dem Friedhof, das ich in wenigen Minuten durchquert hatte. Vorbei an einem Waldgeist übrigens.

Auf dem Walderlebnispfad

Zurück am Auto sah ich auf der anderen Straßenseite ein großes Schild, das meine Neugier weckte. Zurecht, denn es war der Hinweis auf den Walderlebnispfad! Da ich schon einmal im Wald war, habe ich mich auf den Weg gemacht. An der „Guck in die Luft“-Station habe ich in die Luft geguckt und den Baumholzwürfel habe ich gedreht.

An der Abzweigung bin ich erst mal in die falsche Richtung gegangen, weil es keinen Wegweiser gab und ich dieses Baumgraffiti für die nächste Station hielt.

Als keine weitere Station kam, habe ich mich umgedreht und kam bald an der „Baumscheibe“ an.

Die Station davor „Buchen suchen“ habe ich wohl übersehen, aber vielleicht sollte ich auch die Baumkunstwerke suchen.

Ich bin dem Weg gefolgt, habe noch den Balancierbalken gefunden und dann war der Weg zwar nicht zu  Ende, aber der Wald. Ich hatte die Hundewiese erreicht und da eine Frau aus einem nicht so gut erkennbaren Waldweg kam, bin ich diesen Weg ebenfalls gegangen. Das war der Beginn des Abenteuers. Zuerst begegnete mir dieses Baummonster – unheimlich war übrigens, dass rechts vom Baummonster zwischen den Bäumen eine Frau mit silbernen Haaren zu sehen war. Aber ich bin weiter den Weg unter dem Baummonster hindurchgegangen.

Dieser Weg war auf einmal abgesperrt, aber rechts ging ein Weg weiter. Zum Glück hatte ich meine neuen Wanderschuhe an und bin den Weg gut heruntergekommen, konnte auch sehen, dass es unten einen schönen Weg gab. Der allerdings versperrt war:

Wie gut, dass es einen schmalen Weg parallel  zum Spazierweg gab, der mich allerdings durch viel Natur führte 🙂

und zum Spazierweg, der allerdings von einem riesigen Baum versperrt war, an dem ich selbst als schlankes Kind nicht vorbeigekommen wäre. Ich also zurück durch den Wald auf den ursprünglichen Weg. Auf weitere Nebenwege habe ich erst mal verzichtet und bin zurück, am Balancierbalken vorbei, bis ich eine Abzweigung entdeckte, die in Richtung meines Autos führte. Die Vermutung war auch richtig. Allerdings war dieser Weg, wie sich herausstellte, die Mountain-Bike-Strecke! 🙂 Immerhin habe ich dort freundliche Kids getroffen und weiß jetzt, dass die Strecke beliebt ist, weil es viele Kurven und Gelegenheiten für Sprünge gibt. 🙂

Nach meiner Rückkehr habe ich das Baummonster bei Facebook gepostet und jetzt weiß ich auch, dass ich tatsächlich im Fleyer Wald war. Ein toller Wald, in dem ich sicher noch einmal spazieren werde. Allerdings wären ein paar Wegweiser hier und da nicht schlecht. Vor allem ein Hinweis auf der Karte des Walderlebnispfades, dass dieser derzeit nicht vollständig begangen werden kann.

Hier wollte ich eigentlich einen Link zum Walderlebnispfad der Hagener Pfadfinder setzen, aber die Seite, die ich gestern aufgerufen habe, ist heute nicht mehr online. Das Abenteuer geht also weiter – jetzt die Suche nach Informationen, aber die hebe ich mir für ein anders Mal auf. 🙂 © Juni 2020 Birgit Ebbert www.birgit-ebbert.de