(06.02.2021) Als es gestern danach aussah, als könnte das Wetter trocken bleiben, habe ich nach dem Schreibtreff in der Stadtbücherei entschieden, endlich mal wieder einen Ausflug zu machen. Ein Fotobeitrag über die Steinkreise von Stonehenge, den ich am Morgen angesehen hatte.

Das Felsenmeer kenne ich aus meiner Kindheit und ich weiß, dass wir damals in unseren Sommersandalen von Felsen zu Felsen geklettert sind. Aber auch die heutigen Kinder, die ich auf dem Weg traf, waren beeindruckt von den Felsformationen und den beiden Brücken, die durch die Riesensteine führen. Und es gibt auch noch einige Steine, auf denen man klettern kann, als ich vorbeikam, waren allerdings gerade keine Kinder dort.

Über das Felsenmeer

Geologie ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln, deshalb kann ich nur referieren, was ich gefunden habe, dass das Felsenmeer aus dem Tertiär stammt, das heißt – wenn ich es richtig gelesen habe – es ist zwischen 2,5 und über 60 Millionen Jahre alt, an anderer Stelle habe ich etwas von 20 bis 30 Millionen gelesen. Sagen wir mal so, die Felsen sind sehr sehr alt! Interessanter finde ich die Größe des Felsenmeeres, denn das kann man erleben, wenn man den Wanderwegen folgt, es ist ca. 600 Meter lang und 200 Meter breit, das passt etwa zu der Zeit, die ich gebraucht habe, um es einmal zu umrunden.

Witzig finde ich ja die verschiedenen Sagen, die sich um das Steinmeer ranken. Auf einer Infotafel (siehe Foto) wird erzählt, dass das Meer entstanden sei, weil eine Riese mit einem Sack voller Steine unterwegs war und der Sack ihm – da musst ich als gebürtige Münsterländerin schmunzeln – im Münsterland gerissen ist. Darauf hin sind die Steine herausgefallen und da liegen sie nun.
Eine zweite Sage, die 1922 veröffenlticht wurde, vermutet eine andere Ursache. Eben dort, wo jetzt die Felsen sind, hätten Zwerge mit ihrem Hauptzwerg Alberich gelebt und nach Gold, Silber und Edelsteinen gesucht. Als sich das herumsprach, tauchten prompt Riesen auf, um ihnen die Beute abzunehmen. Alberich hat mit einem Zauberspruch flugs die Felsenhalle, in der die Riesen stöberten, zum Einsturz gebracht und das Felsenmeer war entstanden. Wie auch immer, eine Runde durch das Gelände, das 2010 für die Landesgartenschau aufgepeppt und mit zwei Brücken versehen würde, lohnt sich und mit Kindern kann man prima versuchen, in den Felsen die Gesichter von Zwergen oder Riesen zu erkennen 🙂 Am Rand des Felsenmeers befindet sich die Heinrichshöhle, die in meiner Familie – aus Gründen 🙂 – nur Bärenhöhle hieß, wegen der Pandemie sind dort derzeit keine Besuche möglich. © 2022 Dr. Birgit Ebbert www.birgit-ebbert-blog.de

Meine Fotos vom Felsenmeer

 

Weitere Informationen zum Felsenmeer gibt es auf der Seite www.felsenmeer-zentrum.de, dort findet man auch, ob das Zentrum geöffnet ist, der Zugang zum Felsenmeer ist jederzeit möglich und kostenfrei, und auf der Seite des Sauerlandparks bzw. der Stadt Hemer.