(19.08.2020) Wäre es leicht zu beschreiben, hätte ich es schon getan, aber wie vieles, was ich mache, ist mein Projekt eine Klammer. Ich versuche es mal in einem Satz: „PaPRup99 ist ein Popup-Store für 99 Tage mit Papierkunstwerken, PapierZen-Coaching oder Origami-Sprechstunde gegen Spende und PR-Beratung, inspiriert von TV-Figur Dani Lowinski: 1 Minute für 1 €.“ Dafür bin ich 99 Tage Untermieterin im Reisebüro an der Springe, Frankfurter Straße 88, in Hagen. Mein fester Präsenztermin ist der Mittwochnachmittag! Von 14 bis 18 Uhr darf jeder hereinschneien und darüber hinaus können wir einen Termin vereinbaren.

Warum PaPRup99?

Manche von euch wissen es, außer in meinem Geburtsort habe ich es bisher nie länger als zehn Jahre an einem Ort ausgehalten. Ich merke, dass es kribbelt, es muss etwas Neues passieren in meinem Leben. Aber ich möchte auch gerne in Hagen bleiben, die Stadt hat für mich genau die richtige Größe und ich bin inzwischen so vernetzt, dass ich mich nicht verabreden muss, wenn ich irgendwo hingehe, sondern immer jemanden treffe, eine optimale Situation für mich als Einsiedlerin. Durch familiäre Umstände und das Stipendium in Gotha im letzten Jahr, ist mir das Kribbeln auch nicht so aufgefallen. Aber Corona hat es wieder an den Tag gebracht. Schon sein meinem Studium habe ich von einem kleinen Laden geträumt, den ich mir in Hagen leider nicht leisten kann. So ein kleines Ladenlokal mit Platz zum Ausstellen, Schreibtisch im Schaufenster und Möglichkeit für Lesungen, Workshops und Aktionen. Jetzt ergab sich die Gelegenheit, für einige Monate zumindest Teilzeitladen-Besitzerin zu werden und zu experimentieren. Also habe ich zugegriffen und bin selbst gespannt, was sich im Laufe der Zeit ergibt – ihr habt es mit in der Hand, ob ich danach vielleicht doch nach einem eigenen kleinen Lädchen Ausschau halte oder wenigstens einer Wohnung mit einem Raum, indem ich meine Papierkunst präsentieren und Workshops durchführen kann.

PaPRup99 konkret

Und das erwartet euch bei PaPRup99 konkret

  • Verkauf von Papierarbeiten & Bildern
  • Möglichkeit, Papierarbeiten in Auftrag zu geben
  • Anleitung für Origami- und PapierZen-Modelle gegen eine Spende in beliebiger Höhe 🙂
  • PR-Beratung für 1 € pro Minute
  • Signieren von Büchern (bitte mitbringen, habe nur ein paar vor Ort)
  • Mikro-Lesungen aus neuen Büchern
  • … was mir noch so einfällt

Back to the roots: PR-Beratung

Manch einer wird sich wundern, dass ich auf einmal in das „PR-Geschäft“ einsteigen will – einfach so, als Autorin. Wer mein Buch „Selbstmarketing“ kennt oder sich vage an meine Postings zum Erscheinen des Buches erinnert, weiß, dass ich – ehe ich mich selbstständig gemacht habe – viele Jahre in verschiedenen Positionen im Marketing tätig war. Und wer meine Vita schon ganz lange verfolgt, der weiß, dass ich einige außergewöhnliche PR-Projekte initiiert und organisiert habe. Deshalb ein paar Daten und Infos zu meinen Erfahrungen im PR-Bereich:

Als ich 1988 als Fachreferentin für Medienpädagogik bei der Aktion Jugendschutz in Baden-Württemberg begann, hat mein Chef mich gleich als Beauftragte für Presse und Medien gesehen, weil ich ja was mit Medien studiert hatte. Fortan war ich neben meinen Projekten für die Pressearbeit zuständig, das passte gut, denn auch bei meinen Projekten ging es darum, Öffentlichkeitsarbeit und Imagepflege für den Jugendmedienschutz zu betreiben, mit Vorträgen, Kongressen, einer Unterschriftenaktion für eine Gesetzesnovelle, die Jahre später tatsächlich eintrat, Workshops, Lehraufträge an Hochschulen, Lehrerfortbildungen und Präsenz in den Medien.
Mein erstes großes und medial überregional beachtetes Projekt war das Buch „Wenn der Fernseher streikt ….“, für das ich Prominente um Statements gebeten habe, da bin ich immer wieder erstaunt, wer sich beteiligt hat, wenn ich in dem Buch blättere. Aber auch das erste Faltblatt zum Thema Computerspiele stammt von mir, es entstand zu einer Fachtagung des Sozialministeriums Baden-Württemberg, die ich organisiert hatte. Ein Herzensprojekt waren – in der Zeit vor Internet und E-Mail (!) – meine „Medientipps für Eltern & Kids“, die als Kopiervorlage in den „ajs-informationen“ veröffentlicht und von Jugendämtern, Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen vervielfältigt und verteilt wurde, quasi ein vor-digitaler Newsletter.

Da wusste ich, dass das MEIN Thema ist: PR und Öffentlichkeitsarbeit! Mit Weiterbildungen zum „Marketing in Sozialen Organisationen“ und zur „PR-Referentin“ habe ich das nötige Rüstzeug vertieft.

1993 wurde ich Geschäftsführerin der Aktion Jugendschutz, in meine Zeit fiel das mit einer Kollegin konzipierte dreitägige „Festival Kultur statt Sucht und Konsum“ mit Kulturveranstaltungen auf drei Bühnen und ergänzenden Workshops. Im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen und Familie, als Angela Merkel noch Familienministerin war :-), habe ich die Broschüre „Gewalt im Fernsehen“ konzipiert, geschrieben und realisiert.

1998 ging ich auf ein Stellenangebot des Studienkreises in Bochum ein, ich wurde zunächst Leiterin für Presse und Öffentlichkeit, später Leiterin Marketing und war dort u. a. zuständig für die Kundenzeitschrift und einige PR-Veröffentlichungen wir „Lernen am Computer“ oder „Elternlexikon Schule“, letzteres habe ich später für den Sparkassenverlag neu zusammengestellt und adaptiert. Einen Schwerpunkt im Studienkreis bildeten Ratgeber-Broschüren, weil ich festgestellt hatte, dass die Abdrucke der Presseinformationen am höchsten waren, wenn ein Service und Mehrwert für die LeserInnen damit verbunden war. Mein Highlight allerdings war „Der Deutsche Lernspielpreis“, den wir zusammen mit der Zeitschrift „Spielen & Lernen“ vergeben haben. Leider wurde der im Zuge der diversen Wechsel der Inhaber nicht weitergeführt, sehr schade.

Aber vielleicht ergibt sich mit neuen PartnerInnen ein vergleichbar tolles Herzensprojekt – für mich und die Auftraggeber. Ideen habe ich genug und die Liste der realisierten Projekte ist noch viel länger, aber wer will das schon lesen? Sie? Dann mailen Sie mir und ich schicke Ihnen gerne eine Liste, in der dann auch das Magazin zum 100. Geburtstag von Erich Kästner auftaucht, das ich für den dtv-Verlag geschrieben habe oder die hübsche Neujahrsbroschüre, die ich für das Hagener Unternehmen flexomed geschrieben habe.

Und hier befindet sich mein „Teilzeitladen“: Reisebüro an der Springe, Frankfurter Straße 88, 58095 Hagen

Meine festen Termine dort: 12. August bis 28. Oktober Mittwoch 14 bis 18 Uhr – weitere Termine nach Vereinbarung!