(27.05.2020) Heute in einem Monat startet ein Schreibprojekt in bzw. mit der Stadtbücherei Hagen, das in doppelter Hinsicht besonders ist. Geplant war der Workshop „Die StadtEntdecker“ als Präsenz-Veranstaltung in der letzten Ferienwoche im Rahmen des Kulturrucksack NRW. Und dann kam Corona! Nach dem ersten Schrecken haben wir überlegt, wie wir das Projekt retten können.

Die Idee der StadtEntdecker

Die Idee eines Stadtführers für Kinder beschäftigt mich schon seit Jahren, ich wollte sie immer mal einem Verlag anbieten, aber dann kam etwas dazwischen. Als ich im letzten Jahr in Gotha Gast sein durfte bei dem „Junge Gästeführer“-Projekt, begann es in meine Kopf zu arbeiten. Ich habe schon sehr schnell der Stadtbücherei Hagen geschrieben: Ich habe da eine Projektidee. Damals wusste ich noch nicht bzw. hatte es in Gotha nicht im Kopf, dass Hagen im nächsten Jahr ein Stadtjubiläum begehen wird. Da passte meine Idee optimal: Ich schreibe mit Kindern und Jugendlichen aus Hagen einen Stadtführer für Kinder und Jugendliche aus Hagen. Darin werden natürlich die „Sehenswürdigkeiten“ verewigt, die uns Erwachsenen wichtig sind, durch die Brille von jungen Menschen gesehen, aber auch die Highlights der Kids, wie auch immer die aussehen. Da bin ich wirklich gespannt.

Die Corona-Umsetzung

Nun muss ich gestehen, dass ich ein absoluter Internet-Fan bin, ich mache nicht alles mit, sondern suche mir das aus, was ich brauche, aber ich bin begeistert von den Möglichkeiten. Über Skype kommuniziert habe ich schon, als die meisten noch nicht einmal wussten, dass das geht – immerhin habe ich schon 1989 in einer Veröffentlichung von Bildtelefon geträutm J Deshalb war ich auch gleich Feuer und Flamme dafür, ein digitales Format für den Workshop zu entwickeln. Ob das dann genau so umgesetzt wird, wie wir das vorhaben, wer weiß – aber auch sonst ändert sich ein Workshopkonzept oft beim Tun – Menschen sind schließlich keine Maschinen, da kann immer mal etwas anders laufen als vorhergesehen.

Auf jeden Fall geht es amm 27. Juli um 11 Uhr mit einem digitalen Treffen los. Danach gibt es virtuelle Sprechstunden und je nachdem, wie viel unter Corona-Bedingungen möglich ist auch Live-Treffen in der Stadtbücherei oder an einem der Ankerpunkte für unseren Stadtführer. Ich werde mich dafür sogar bei WhatsApp anmelden, weil die Kommunikation darüber mit Kids am besten möglich ist, auch wenn mir das widerstrebt. Für das Projekt springe ich über meinen Schatten.

Damit auch wirklich alle mitmachen können, werde ich in der Woche vor dem 27. Juli mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern telefonieren und ggf. kleine Software-Coachings machen.

Meine Hoffnung

Vorgedacht haben wir also viel, nun hoffe ich, dass sich auch genügend Kinder bzw. Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren finden, die Lust auf das Experiment haben. J Ich hoffe mal, dass uns hilft, dass der Workshop erst Ende der Ferien stattfindet, bis dahin haben sich hoffentlich alle von den Homeschooling-Aktionen erholt und wieder Lust auf Neues am PC. Mehr verrate ich jetzt noch nicht, ein bisschen Spannung muss ja bleiben – nur soviel, wie meist bei mir wird das Projekt digital dokumentiert, in diesem Jahr noch mehr als sonst, nicht mit Fotos von Kids, sondern mit Erfahrungen und ersten Ergebnissen. Lasst euch überraschen oder meldet eure Kinder an, damit ihr hautnah mitbekommt, wie das Projekt läuft. © Juni 2020 Birgit Ebbert www.birgit-ebbert.de