Besuch im DDR-Museum (13.10.2019)

Am Samstag war ich endlich in dem privaten DDR-Museum in Gotha, eine Fundgrube für Geschichtenerfinder und Nostalgiker aus Ost und West 🙂 Doch wirklich, ich liebe solche Museen, die den Charakter eines begehbaren Wimmelbuches haben. Wohin man schaut, entdeckt man etwas, das eine Erinnerung hervorruft oder Neugier weckt. Leider sind solche Museen selten geworden, ich erinnere mich, dass das Heimat- oder Stadtmuseum in Albstadt ähnlich war wie das DDR-Museum des Ehepaares Biedermann. Meine Fotos bilden nur einen kleinen Ausschnitt ab, sie zeigen Dinge, die mich besonders interessieren wie Fotokameras, Spiele und Schreibgeräte und sie zeigen Gegenstände, die mich verblüfft haben. Mir ist erst in dem Museum klar geworden, dass mein Bild von der DDR durch das geprägt war, was Medien vermittelt haben. Wir hatten keine Verwandtschaft „drüben“, deshalb staune ich oft, wie ähnlich der Alltag in den beiden Deutschlands war. Heute dachte ich, man müsste viel häufiger Nationen und Kulturen vom Alltag her sehen.

Gotha glüht (04.10.2019)

Am letzten Wochenende gab es in Gotha ein ganz besonderes Event: Gotha glüht. Das ist zuerst ein Treffen und Wettbewerb von Schmieden, die auf dem Buttermarkt vor den Augen des Publikums ein Exponat herstellen. In diesem Jahr lautete das Motto „fließend“, passend zum 650-Jahr-Jubiläum des Leinakanals. Dieses Show-Schmieden wurde ergänzt durch einen Handwerkermarkt mit interessanten Ständen, u. a. habe ich mich mit Glasfedern eingedeckt und weiß nun, was es mit dem Gemüse-Schnitz-Handwerk auf sich hat. Für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt und zwar sehr schön, neben den traditionellen Bier- und Wurstständen gab es Wein- und Käsestände, eine tolle Idee. Für mich eines der Highlight-Events in meiner Zeit als Stadtschreiberin in Gotha.

Gartenstadt „Am schmalen Rain“ (13.09.2019)

Natürlich hatte ich schon von dem Konzept der „Gartenstadt“ gehört und in Essen schon die Margarethenhöhe besucht, von der ich jetzt weiß, dass sie keine Gartenstadt im Sinne des ursprünglichen Konzeptes ist. Für Ebenezer Howard, der 1898 die Idee in England entwickelt hat, gehörte der Genossenschaftsgedanke zum Projekt dazu. Im Gegensatz zur Margarethenhöhe in Essen ist die Gartenstadt „Am Schmalen Rain“ in Gotha eine Genossenschaft, die Wohnungsbaugenossenschaft der Eisenbahner e.V. Gotha. Sie kaufte vor etwa 100 Jahren das Grundstück, auf dem sich die Gartenstadt heute noch befindet. Auch wenn sie in den letzten Jahren restauriert wurde, ist sie weitgehend im Ursprungszustand erhalten. Bereits 1972 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. Erbaut wurde sie von drei Architekten, davon Bruno Tamme (1885–1964) und Richard Neuland (1884–1958), die an der Gothaer Bauschule ausgebildet wurden. Ich finde, ihr Projekt ist gelungen, sollte ich je nach Gotha ziehen, würde ich versuchen, dort eine Wohnung zu bekommen. 🙂 Die Häuser sind hufeisenförmig angeordnet, in der Mitte befindet sich ein Platz mit Spielgeräten und Raum für Gemeinschaftsaktivitäten. Aber schaut selbst:

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Im Tierpark in Gotha (09.06.2019)

Heute war ich endlich im Tierpark in Gotha, eine zauberhafter, fast märchenhafter Anlage, die ihrem Namen Park alle Ehre macht. Dabei erweckt er Park den Eindruck, er sei natürlich entstanden und man hätte einige Gehege dort eingebunden. Es macht Freude durch den Park zu schlendern und die Tiere zu beobachten, wohl nicht nur mir, denn es waren viele BesucherInnen im Park, Familien mit Kindern, aber auch Seniorengruppen.

Weitere Informationen:www.kultourstadt.de/tierpark-gotha/